Checkliste: Entlassmanagement
Nicht immer läuft nach dem Klinikaufenthalt alles glatt. Unsere Checkliste fasst zusammen, was Ihr selbst tun könnt, damit das Entlassmanagement und die Anschlussversorgung möglichst reibungslos funktionieren.
Folgendes könnt Ihr tun, um das Entlassmanagement zu beschleunigen oder überhaupt in Gang zu bringen.
Anstoßen
- Kontakt suchen: Sobald Ihr absehen könnt, dass Euer zu versorgender Angehöriger nach der Entlassung unmöglich allein klarkommen kann, sucht frühzeitig den Kontakt zum Sozialdienst der Klinik und fragt nach den Möglichkeiten. Die Pflegekräfte dürften wissen, wen Ihr ansprechen müsst.
- Mithelfen: Signalisiert Euch der Sozialdienst, dass er überlastet ist, könnt Ihr um eine Liste mit passenden Anbietern bitten und diese selbst kontaktieren.
Hilfe suchen
- Patientenfürsprecher kontaktieren: Zeigt sich der Sozialdienst unkooperativ, könnt Ihr Euch in vielen Klinken an sogenannte Patientenfürsprecher wenden. In solchen Fällen sind sie erste Ansprechpartner, um zu helfen und zu vermitteln. Patientenfürsprecher sind in der Regel nicht Teil des klinikeigenen Beschwerdemanagements, sondern arbeiten ehrenamtlich und sind dementsprechend neutral und weisungsunabhängig.
- Beschwerdemanagement nutzen: Gibt es keinen Patientenfürsprecher oder bleibt dessen Einwirken erfolglos, könnt Ihr das offizielle Beschwerdemanagement der Klinik einschalten und auf das Recht auf Entlassmanagement beziehungsweise Übergangspflege hinweisen. Ist auch das fruchtlos, bleibt Euch noch der Gang zur Klinikleitung.
- Krankenkasse informieren: Die Krankenkasse Eures zu versorgenden Angehörigen kann ebenfalls ein möglicher Ansprechpartner sein. Denn erstens hat diese ein Interesse daran, dass im Anschluss an den Klinikaufenthalt keine unnötigen Kosten aufgrund einer Unterversorgung entstehen. Zweitens besteht das Recht auf Übergangspflege gegenüber der Krankenkasse, weshalb sich diese bei eventuellen Problemen kümmern muss.
- Weitere Unterstützung suchen: Ebenso könnt Ihr um Unterstützung bitten bei der Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (Stiftung UPD), wenn Ihr Euch in Sachen Entlassmanagement nicht gut aufgehoben fühlt.

