Umbauten: Staatliche Zuschüsse

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Umfangreiche Umbauten sind nicht nur eine Frage des Komforts. Sie können entscheidend zum Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität beitragen. Der Einbau ist allerdings nicht günstig, insbesondere bei Projekten wie Treppenlift oder Bad-Umbau. Um den Eigenanteil bezahlbar zu halten, könnt Ihr Zuschüsse und günstige Kredite beantragen, etwa von den Bundesländern oder der KfW. Das geht oft auch ohne Pflegegrad.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt Zuschüsse und Kredite zu günstigen Konditionen.
  • Beachtet das Timing, wenn Ihr einen Zuschuss von der KfW in Anspruch nehmen wollt.
  • Außerdem gibt es in den einzelnen Bundesländern Förderprogramme für altersgerechtes Wohnen.
  • Wenn Zuschüsse und Kredite nicht reichen, übernimmt unter bestimmten Bedingungen das Sozialamt einen Teil der Kosten.

Statt Zuschuss von der Pflegekasse

Hat Dein zu pflegender Angehöriger einen anerkannten Pflegegrad, könnt Ihr für sogenannte Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen Zuschüsse von der Pflegekasse erhalten. Ist ein Pflegegrad aber in absehbarer Zeit vermutlich nicht zu erreichen oder wurde ein Zuschuss von der Pflegeversicherung abgelehnt, könnt Ihr stattdessen versuchen, Euch um Alternativen zu kümmern.

Gut zu wissen: Der Zuschuss von der Pflegeversicherung wird bei guter Begründung recht schnell und sicher gewährt. Ihr könnt ihn allerdings nicht mit anderen Fördermitteln kombinieren.

Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine Förderbank, die sich bereits seit 1948 im Auftrag des Bundes und der Länder für die Verbesserung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Lebensbedingungen einsetzt, und zwar weltweit. Allein im Jahr 2025 lag das Fördervolumen bei 98 Milliarden Euro. Für Privatpersonen fördert die KfW unter anderem die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden, aber auch Umbaumaßnahmen zur Barrierereduzierung und für mehr Wohnkomfort.

KfW-Zuschuss

Die KfW vergibt Zuschüsse von bis zu 6250 Euro für Umbauten, die das Zuhause barriereärmer gestalten. Dazu zählen etwa der Einbau eines Treppenlifts und der Umbau des Badezimmers. Wichtig: Ihr müsst erst einen Antrag stellen und die Genehmingung abwarten, bevor die Bauarbeiten starten dürfen.

Gut zu wissen: Bei der Antragstellung muss das Timing stimmen. Denn die KfW vergibt pro Jahr immer nur Zuschüsse in einer bestimmten Höhe. Wenn der KfW-Topf leer ist, gibt es keine Zuschüsse, bis erneut Mittel von der Bundesregierung freigegeben werden. Nach Wahlen kann das übrigens schonmal eine Weile dauern.

KfW-Darlehen

Als Alternative zu einem Zuschuss gewährt die KfW auch günstige Kredite für Umbauten. Der große Vorteil im Gegensatz zu üblichen Banken ist: Die Darlehen werden unabhängig vom Alter vergeben. Die Zinsen sind immer vergleichsweise niedrig. Details zu beiden Varianten erfährst Du auf der Webseite der Kreditanstalt.

Förderprogramme der Länder

In den einzelnen Bundesländern gibt es unterschiedliche Förderprogramme für altersgerechtes Wohnen. Das kann in Form von Zuschüssen sein oder durch günstige Kredite.

Bevor Ihr einen Vertrag für anstehende Umbauten abschließt, erkundigt Euch bei den entsprechenden regionalen Förderstellen. Eine Übersicht der Kontaktinformationen zu den jeweiligen Institutionen findet Ihr beim Serviceportal "Zuhause im Alter" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Hilfen

Wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen, um den notwendigen Einbau zu finanzieren, könnt Ihr Euch auch an das Sozialamt wenden und Hilfe zur Pflege (§§ 61 ff. SGB XII) beantragen. Menschen mit Behinderungen können für die Finanzierung von Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen die Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen, die ebenfalls eine Leistung der Sozialhilfe ist.

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