Übersicht: Selbstfürsorge

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Selbstfürsorge ist kein Egoismus, sondern eine Grundlage. Denn nur dann, wenn Du selbst im Gleichgewicht bist, kannst Du Dich auch um andere kümmern. Im stressigen Pflegealltag solltest Du daher ebenso auf Dich wie auf Deinen zu pflegenden Angehörigen achten. Regelmäßig kleine Inseln zum Kraftschöpfen einzurichten, ist schon ein guter Anfang. Die kurzen Auszeiten können Deine Resilienz stärken und somit einer Überlastung vorbeugen. Außerdem ist es wichtig, auch mal Nein zu sagen.

Eine stabile Basis

Indem Du Dich auch um Dich selbst kümmerst und Deine körperliche und emotionale Gesundheit schützt, schaffst Du eine stabile Basis für den stressigen Pflegealltag. Wenn alles an Dir hängen bleibt beziehungsweise Du alles auf Dich nimmst, mag das eine Weile gutgehen. Früher oder später aber wird es Dich einholen, wenn Du ständig über Deine Grenzen hinausgehst und kaum noch Zeit für Dich selbst hast. Im schlimmsten Fall zieht irgendwann Dein Körper die Reißleine und dann geht gar nichts mehr.

Warnsignale erst nehmen

Eine Überlastung kommt meist schleichend. Es gibt eine Reihe körperlicher wie psychischer Warnsignale. Das sind unter anderem Schmerzen, häufige Infekte, Schlafstörungen und Kreislaufprobleme, aber auch Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gereiztheit oder Stimmungsschwankungen. Diese Zeichen solltest Du keinesfalls ignorieren. Gehe achtsam mit Dir um und sei ehrlich zu Dir selbst. Steuere gegen, wenn Du merkst, dass Du an Deine Grenzen kommst – je früher, desto besser.

Auszeiten und Achtsamkeit

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten, Belastungen im Pflegealltag zu begegnen. Kurze und regelmäßige Auszeiten sind von zentraler Bedeutung. Das kann ein kleiner Spaziergang sein, eine Pause mit einem guten Buch und einem Tee oder eine Entspannungsübung. Solche Momente helfen, Stressreaktionen zu mindern und die Konzentration zu fördern.

Auch kleine Achtsamkeitsübungen, in denen Du den Fokus ganz bewusst auf den Moment legst, sind ein sinnvolles Mittel, um innere Ruhe und Wohlbefinden zu stärken. Eine ähnliche Wirkung erzielen bestimmte Techniken zur Stressbewältigung, etwa Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung (PMR) nach Jacobson oder das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs.

Nein sagen

Es ist gesund, Deine Grenzen zu kennen und auf Dich zu hören. Daher ist es wichtig, auch mal Nein zu sagen. Zeige Verständnis für Deinen zu pflegenden Angehörigen, aber sage freundlich und bestimmt Nein, wenn Dir etwas zu viel ist. Eine Begründung sowie ein Alternativangebot oder ein Kompromiss helfen, auch mal eine Absage zu erteilen. Manches kannst Du delegieren oder verschieben. Suche Dir Unterstützung, privat und/oder professionell. Eine gute Organisation mit festen Routinen ist das A und O.

Austausch suchen

Wenn Du magst, kannst Du den Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen suchen, zum Beispiel in Foren, sozialen Medien, einer Selbsthilfegruppe oder auch über professionelle Angebote. Vielen hilft die Erkenntnis, nicht allein zu sein. Und das bist du nicht!

Wenn Du tiefer in das Thema einsteigen möchtest und mehr und ausführlichere Informationen sowie konkrete Anregungen suchst, lies doch weiter in unserem Artikel „Achte auch auf Dich“.


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