Gut gegessen
Wenn im Alter alles zunehmend beschwerlicher wird, kommt irgendwann der Punkt, an dem auch das Kochen nicht mehr so leicht von der Hand geht. Bevor Ihr über Menü-Bringdienste nachdenkt, gibt es noch einige andere Möglichkeiten, um mit relativ wenig Aufwand etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern.
Das Wichtigste in Kürze
- Vorgekochtes oder Tiefkühl-Fertigprodukte, die sich schnell aufwärmen lassen, sind eine gute Alternative zu Essen auf Rädern.
- Lieferdienste wie Bofrost und Eismann bieten hohe Qualität, eine strenge Kühlkette und eine Geschmacksgarantie.
- Tiefkühlprodukte aus dem Supermarkt können eine gute Basis für schnelles Kochen sein.
- Fertigprodukte aus der Dose sollten nur selten auf den Tisch kommen.
- Bereits fertig geschnippeltes frisches Gemüse und Obst kann Keime enthalten - verzichtet besser darauf.
Alternativen zu Essen auf Rädern
Eine gute Mahlzeit ist wichtig und wird mit zunehmendem Alter immer wertvoller. Doch viele Senioren kommen irgendwann an den Punkt, an dem Essen und Kochen nicht mehr so viel Freude bereiten wie früher. Oder sie schaffen es körperlich nicht mehr, sich eine vollwertige Mahlzeit zuzubereiten. Eine Möglichkeit ist dann der Menü-Bringdienst. Doch nicht alle wollen gerne einen solchen Dienst beauftragen. Und mit ein klein wenig Einfallsreichtum ist es auch recht unkompliziert möglich, (erstmal) ohne „Essen auf Rädern“ klarzukommen.
Sofern es Deinem zu pflegenden Angehörigen noch gut genug geht, dass das Aufwärmen einer Mahlzeit oder kleine Handgriffe in der Küche im Rahmen der Möglichkeiten liegt, könnt Ihr so einige Alternativen ausprobieren.
Unser Tipp: Achtet bei allen Formen von Fertiggerichten immer auf die Zutatenliste. Verzichtet lieber auf Produkte mit endlosen Inhalts- und vielen Zusatzstoffen. Je kürzer die Liste und je mehr der Bezeichnungen Ihr versteht, desto besser. Bei vielen Fertiggerichten ist außerdem der Gehalt an Salz relativ hoch. Produkte, bei denen das so ist, sollten daher nicht zu häufig auf dem Teller landen.
Vorkochen
Wohnst Du in der Nähe und kochst sowieso für Dich und Deine Familie? Dann kannst Du bei geeigneten Gerichten wie zum Beispiel Eintöpfen natürlich einfach etwas mehr kochen und vorbeibringen. Oder Du frierst gleich ein paar Portionen für später ein. Die kann Dein zu pflegender Angehöriger sich dann in seine Tiefkühltruhe packen und später nach Belieben aufwärmen.
Ein großer Vorteil, wenn Ihr Euch selbst um das Essen kümmert: Du kannst unmittelbar mit Deinem Angehörigen besprechen, welche Gerichte besondere Freude bereiten würden. Denn wenn der Appetit im hohen Alter langsam nachlässt, ist es besonders wichtig, noch etwas zu finden, das gut schmeckt.
Unser Tipp: Häufig bevorzugen Ältere deftige Hausmannskost. Wenn es bisher kein Thema war, setzt Euch doch mal zusammen und besprecht ein paar Ideen, die sich gut zum Vorkochen eignen.
Aus der Tiefkühltruhe
Die Tiefkühltruhe ist generell der perfekte Helfer, wenn es um die unkomplizierte Küche geht. Die Lebensmittel enthalten viel mehr Nährstoffe als Fertiggerichte aus der Dose. Für eine unkomplizierte warme Mahlzeit gibt es mehrere Möglichkeiten.
Tiefkühl-Lieferdienst
Anbieter wie Bofrost oder Eismann haben den großen Vorteil, dass sie tiefgekühlte Lebensmittel direkt an die Haustür liefern. Die Kühlkette wird damit nur für wenige Momente unterbrochen und das Nach-Hause-Tragen der Einkäufe entfällt. Zwar sind die meist sehr hochwertigen Produkte in der Regel nicht gerade günstig. Aber die Qualität schmeckt man auch. Außerdem ist der Tiefkühl-Lieferservice sehr individuell und flexibel – und Menü-Bringdienste sind schließlich meist auch nicht so preiswert.
Gut zu wissen: Sowohl Bofrost als auch Eismann geben eine Geschmacksgarantie. Kunden erhalten also ihr Geld zurück oder Ersatz, wenn ihnen ein Produkt einfach mal nicht geschmeckt hat.
Schnell und einfach
Im Supermarkt findet sich meist eine große Vielfalt unterschiedlichster Gemüsesorten und -mischungen im Tiefkühl-Angebot. Wenn Dein Angehöriger noch fit genug ist, um zu würzen und ein wenig in den Töpfen zu rühren, dann sind solche Tiefkühl-Gemüsemischungen eine tolle Grundlage für alle möglichen Rezepte. Das eher anstrengende Putzen und Schnippeln entfällt, es kann kein Gemüse schlecht werden, das man doch nicht rechtzeitig gekocht hat, und die Zubereitung geht viel leichter von der Hand. Es gibt solche Mischungen sowohl pur als auch bereits gewürzt. Diese Variante ist in der Regel günstiger als ein Lieferdienst.
Gut zu wissen: Tiefkühlgemüse hat den Vorteil, dass es gleich nach der Ernte eingefroren wird. So bleiben Vitamine und weitere wertvolle Nährstoffe gut erhalten. Tiefkühlware ist bei vielen Gemüsesorten sogar gehaltvoller als frische Ware, die bereits ein paar Tage im Supermarkt oder daheim lagert und dabei schnell an Vitaminen und Nährstoffen verliert.
Fix und fertig
Grundsätzlich gibt es natürlich auch tiefgekühlte Fertiggerichte, die es besonders leicht machen, etwas Warmes auf den Tisch zu bekommen. Die Vielfalt ist riesig. Nicht nur die klassische Pizza ist möglich, sondern auch viel Abwechslung von der Nudelpfanne über asiatische Reisgerichte bis zum fertigen Wildgericht mit Rotkohl und Klößen. Ihr findet bestimmt etwas, das Deinem Angehörigen zusagt und für Abwechslung ist auch hinreichend gesorgt. Jeder Hersteller würzt anders. Probiert Euch einfach nach und nach durch.
Ebenfalls schnell auf dem Tisch
Tiefkühlprodukte sind zwar prinzipiell die bessere Alternative, weil die Nährstoffe besonders gut erhalten bleiben. Aber sie haben auch einen Nachteil: Sie brauchen Platz in der Tiefkühltruhe – und die ist überraschend schnell voll. Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Fertiggerichte, die bequem und schnell zubereitet sind und im Kühlschrank oder Vorratsregal gelagert werden können. Folgendes könntet Ihr probieren:
- Produkte aus dem Kühlregal wie Spätzle, Gnocci oder gefüllte Nudeln, die nur kurz in die Pfanne oder ins kochende Wasser müssen
- Fertiggerichte für die Mikrowelle
- Konserven in der Dose oder im Glas
Besser nicht!
Im Kühlregal oder in der Obst- und Gemüseabteilung findet Ihr häufig auch Fertigsalate und bereits geschnittenes Obst und Gemüse, das zum schnellen Verzehr gedacht ist. Das ist zwar ebenfalls praktisch, weil Ihr nicht Waschen, Putzen, Schälen und Schnippeln müsst, aber von solchen vorgeschnittenen und abgepackten Lebensmitteln solltet Ihr besser absehen.
Diese Produkte neigen aufgrund der Verarbeitungsweise dazu, Keime zu enthalten. Bei unzureichender Kühlung oder zu langer Lagerung können die sich stark vermehren und insbesondere für ältere Menschen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Das haben unter anderem Untersuchungen der Stiftung Warentest ergeben. Fertiggeschnippelte Rohkost ist daher nur dann eine gute Idee, wenn Du sie selbst zubereitest und Ihr sie sehr bald verzehrt.
Die Mischung machts
Natürlich könnt Ihr die genannten Möglichkeiten einfach frei miteinander kombinieren. Mal kocht jemand frisch, mal gibt es ein Fertiggericht vom Tiefkühl-Lieferdienst, mal eine selbst gewürzte Gemüsepfanne vom Supermarkt, mal trefft Ihr Euch bei Dir zum Essen, mal lädt die Nachbarin ein und mal geht Ihr ins Restaurant. Jede Familie ist anders. Findet Euren Weg.
