Kalt und stürmisch
In der dunklen Jahreszeit ist das Wetter häufig kalt und ungemütlich. Trotzdem sollte Dein zu pflegender Angehöriger auch dann mal raus an die frische Luft - aber gut eingemummelt.
Socken, Schal, Handschuhe
Wenn es kalt und windig ist oder es sogar Schnee und Eis hat, ist es besonders wichtig, sich draußen immer warm einzupacken. Erinnere Deinen zu pflegenden Angehörigen daran. Alle Körperteile, die besonders weit von der Körpermitte entfernt sind, kühlen besonders rasch aus. Denkt also unbedingt daran, dass Handschuhe und warme Schuhe beziehungsweise Socken griffbereit sind.
Vergesst auch die Mütze nicht. Denn ältere Menschen haben häufig schütteres Haar, weshalb die isolierende Wirkung des Haupthaares deutlich geringer ausfällt. Wenn der Kopf als einzige Körperstelle ungeschützt ist, geht dort tatsächlich die meiste Wärme verloren.
Mythos Mütze
Grundsätzlich ist es allerdings ein Mythos, dass man die meiste Wärme über den Kopf verliert. Amerikanische Forscher haben vor einigen Jahren berichtet, dass diese Aussage auf eine jahrzehntealte Studie des US-Militärs zurückgeht. Dabei hatten Wissenschaftler ihre Versuchsteilnehmer in Arktis-Survival-Anzügen extremer Kälte ausgesetzt – allerdings ohne Kopfbedeckung. Messungen ergaben dann, dass besonders viel Körperwärme am Kopf abgegeben wurde.
Der Versuchsaufbau war jedoch irreführend, da der Kopf als einziges Körperteil ungeschützt blieb. Hätten die Forscher die Probanden in Badekleidung gesteckt, wären nur circa 10 Prozent der Körperwärme über den Kopf entwichen. Denn jegliche unbekleidete Körperbereiche verlieren an Wärme.

