Wohin während des Umbaus?

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Damit die Pflege zu Hause gut gelingen kann, muss das Haus oder die Wohnung manchmal umgebaut werden. Die Pflegeversicherung bezuschusst solche Umbauten. Wenn Dein Angehöriger vorübergehend ausziehen will, weil beispielsweise das Badezimmer erneuert wird, habt Ihr mehrere Möglichkeiten. Auch daran beteiligt sich die Versicherung zum Teil.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn das Zuhause Deines Angehörigen umgebaut wird, gibt es drei klassische Optionen für die Zwischenzeit.
  • Erstens: Er oder sie zieht zu Dir, einem anderen Verwandten oder zu Freunden.
  • Zweitens: Die Zeit lässt sich gut im Urlaub oder in einer Reha-Einrichtung überbrücken.
  • Drittens: Ihr nutzt ein Angebot für Kurzzeitpflege.
  • Je nach Option könnt Ihr verschiedene Zuschüsse von Kranken- oder Pflegeversicherung beantragen.

Während des Umbaus

Wenn Ihr über einen Umbau des Badezimmers nachdenkt, stellt sich natürlich sofort die Frage, wie das Leben während der Umbaumaßnahmen funktionieren soll. Sofern nur Kleinigkeiten anfallen, lässt sich die Anwesenheit der Handwerker meist gut planen und ins Leben integrieren. Doch was ist, wenn das ganze Bad umgestaltet werden soll?

Steht das Bad oder auch andere Räume für mehrere Tage nicht zur Verfügung, gibt es Lärm und Dreck, dann ist das besonders für Menschen mit Pflegebedarf eine schwierige bis unzumutbare Situation. Um diese zu lösen, gibt es im Grunde genommen drei Optionen:

  1. Dein Angehöriger wohnt in der Zwischenzeit bei Dir, einem anderen Verwandten oder bei Freunden.
  2. Dein Angehöriger verreist - wahlweise in den Urlaub oder zum Beispiel zu einer Reha.
  3. Dein Angehöriger nimmt einen Platz für Kurzzeitpflege in Anspruch, zieht also vorübergehend in ein Pflegeheim.

Bei Angehörigen oder Freunden

Nicht immer ist es möglich und gewollt, aber wenn doch, ist es meist die einfachste Lösung: Während beispielsweise bei Deiner Mutter das Bad aufgerissen und neu gemacht wird, zieht sie zu Dir, zu einem anderen Verwandten oder einer guten Freundin. Vielleicht ist es möglich, diese Zeit als gemeinsame Auszeit mit schönen Aktionen zu verbringen. Wenn die Person, die Deinen Angehörigen aufnimmt, in dieser Zeit weniger arbeitet, sich mehr kümmert und dafür Ausgaben hat, beispielsweise auch Spritkosten, kann sie dafür einen Ausgleich bei der Pflegeversicherung beantragen. Das ist möglich über die sogenannte Verhinderungspflege.

Wichtig bei einer solchen Zeit ist es, dass alle Beteiligten vorher genau darüber sprechen, was gewünscht und möglich ist - und was nicht geht. Erwartungen ehrlich zu kommunizieren, ist das A und O, damit die Auszeit für alle eine schöne Erfahrung wird.

Urlaub oder Reha

Will Dein Angehöriger demnächst nochmal in den Urlaub fahren? Steht vielleicht eine Reha an? Wenn ja, ist es ideal, wenn Ihr es schafft, die Handwerker für genau diese Zeit für die Umbau-Arbeiten zu bestellen. Diese Variante erfordert Organisationsgeschick und manchmal auch etwas Glück. Wenn es bei Euch gelingt: Perfekt! Dann kann Dein zu pflegender Angehöriger nach Urlaub oder Reha in ein Zuhause mit neuem Bad zurückkehren, das Euch allen die Pflege erleichtert.

Unser Tipp: Eventuell könnt Ihr auch zusammen verreisen. Organisierte Reisen, die auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und pflegende Angehörige abgestimmt sind, bietet zum Beispiel der Verein Reisemaulwurf an.

Kurzzeitpflege

Kommen die ersten beiden Varianten nicht infrage, ist ein vorübergehendes Wohnen in einem Pflegeheim vielleicht die beste Option. Einrichtungen, die entweder nur oder auch die sogenannte Kurzzeitpflege anbieten, sind darauf eingestellt, dass manche Bewohner nur für ein paar Wochen einziehen. Dein Angehöriger wird dort pflegerisch versorgt, bekommt mindestens drei Mahlzeiten am Tag und kann Aktionen mitmachen.

Gut zu wissen: Die Pflegeversicherung zahlt jährlich bis zu 3539 Euro für Pflegekosten, die Deinem Angehörigen in der Kurzzeitpflege entstehen.

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