Übersicht: Treppenlift
Wenn im Alter die Mobilität nachlässt und die Sturzgefahr steigt, können Treppenstufen im eigenen Zuhause zu kaum überwindbaren Hindernissen werden. Ein Treppenlift ist dann nicht nur bequem, sondern kann auch Sicherheit, Unabhängigkeit und damit ein Stück Lebensqualität wiederbringen. Für beinahe jede Treppenform gibt es die passende Lösung.
Sicherheit
Ein Treppenlift verringert das Risiko, an oder auf der Treppe zu stürzen. Wieder sicher alle Stockwerke erreichen zu können, ermöglicht es Deinem Angehörigen, selbstbestimmt im eigenen Zuhause zu bleiben. Daher bezuschussen die Pflegekassen bei anerkanntem Pflegegrad den Einbau als wohnumfeldverbessernde Maßnahme, kurz WUVM, mit bis zu 4180 Euro.
Alternativen dazu sind Zuschüsse beziehungsweise günstige Kredite über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie über Förderprogramme für altersgerechtes Wohnen der einzelnen Bundesländer. Für diese Fördermittel ist kein Pflegegrad notwendig.
Varianten
Die klassische und wohl bekannteste Variante ist der gewöhnliche Treppenlift mit einem Sitz, der an einem Schienensystem entlang der Treppe rauf und runter fährt. Der Kurvenlift schafft sogar kurvige Treppen und Wendeltreppen.
Falls die baulichen Gegebenheiten diese gängigen Varianten nicht zulassen oder wenn ein Rollator oder Rollstuhl benötigt werden, lässt sich dennoch für beinahe alle Treppenformen, Platzverhältnisse und Wohnsituationen eine Lösung finden. Die Möglichkeiten reichen vom Deckenlift über Steh- und Plattformlift bis zum Hublift, der nicht entlang der Treppe verläuft, sondern gesondert senkrecht hoch und runter fährt. Homelift und Außenlift schließlich sind im Prinzip richtige, kleine Aufzüge – jedoch auch entsprechend kostspielig.
Ist ein Einbau nicht realisierbar, Hilfe beim Treppensteigen nur vorübergehend notwendig oder das Budget sehr knapp, gibt es noch mobile Treppensteiger oder Treppenraupen. Die benötigen keinen festen Einbau, sind allerdings nicht für jede Treppe geeignet.
Kosten
Die Kosten für einen Treppenlift variieren stark. Sie hängen nicht nur von der Modellvariante ab, sondern vor allem von der individuellen Wohnsituation. Je enger und kurviger ein Treppenverlauf ist, je mehr Stockwerke zu überwinden sind und je aufwendiger die Gesamtkonstruktion wird, desto teurer ist der Einbau. Auch die Kosten zwischen einzelnen Anbietern variieren. Daher kann es sinnvoll sein, mehrere Vergleichsangebote verschiedener Anbieter einzuholen.
Damit Du eine Vorstellung bekommst, hier ein paar grobe Schätzwerte: Ein einfacher Sitzlift, der nur über ein Stockwerk entlang einer geraden Treppe verläuft, kann zwischen 3800 und 8000 Euro kosten. In vielen Fällen ist die Lage vor Ort aber etwas komplizierter. Dann ist ein Einbau selten unter 10.000 Euro zu realisieren. Darüber hinaus fallen auch Wartungs- und Servicekosten an, die sich in etwa auf 200 bis 300 Euro im Jahr belaufen. Hinzu kommen gegebenenfalls Reparaturkosten.
Es besteht auch die Möglichkeit von Gebrauchtkauf und Miete. Beim Gebrauchtkauf können schnell höhere Wartungs- und Reparaturkosten auflaufen. Miete lohnt sich nur über einen überschaubaren Zeitraum. Beide Optionen solltet Ihr daher gut überdenken und mit den Konditionen für einen Neukauf abgleichen.
Details
Du willst es genauer wissen? In unseren Artikeln „Treppenlift: Modelle und Kosten“, „Umbauten: Zuschüsse der Pflegeversicherung“ sowie „Umbauten: Staatliche Zuschüsse“ kannst Du Dich genauer informieren.
Wenn Ihr Euch individuell zum Thema Treppenlift informieren wollt, kannst Du direkt hier in der App eine Beratung bei unserem Partner Lifta anfragen.
