Übersicht: Stressmanagement

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Stress gehört häufig zum Alltag. Das gilt besonders bei einer Mehrfachbelastung durch Familie und Beruf und noch mehr, wenn Du einen Angehörigen unterstützt. Oft ist das Umfeld aber eher ein Auslöser. Im Grunde entsteht Stress im Kopf, weshalb Deine innere Einstellung entscheidend für Dein Stressmanagement ist. Bestimmte Tricks helfen, mit Stress besser umzugehen.

Die Stressreaktion

In seiner ursprünglichen Funktion bereitet Stress den Körper in kritischen Situationen auf Kampf oder Flucht vor. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol mobilisieren Energiereserven und verbessern körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Stress spornt zu Höchstleistungen an. Was in der frühen Menschheitsgeschichte über Leben und Tod entscheiden konnte, ist aber im modernen Alltag selten hilfreich.

Stress kann vielmehr zum gesundheitlichen Problem werden, wenn er chronisch wird. Chronischer Stress kann mit diversen körperlichen wie psychischen Folgen einhergehen, darunter ein geschwächtes Immunsystem, Herz-Kreislauf-Probleme, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Reizbarkeit und Depressionen.

Stress ist individuell

Insbesondere die Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Pflege mit Zeit- und Termindruck hat hohes Stresspotenzial. Deine persönlichen Stressoren sind allerdings ebenso individuell wie das, was Dir helfen kann. Was den einen hochgradig anstrengt, lässt die andere noch entspannt lächeln. Was der einen hilft, stresst den anderen noch zusätzlich.

Du solltest für Dich herausfinden, welche Situationen Dich persönlich besonders belasten. Wenn Du das weißt, kannst Du angemessen und frühzeitig reagieren. Die beste Stressbewältigungsstrategie ist die, bei der der Stress gar nicht erst hochkocht.

Genauso ist es sinnvoll herausfinden, welches Stressmanagement bei Dir persönlich greift. Mit mehr Resilienz vermeidest Du, zu sehr vereinnahmt zu werden.

Kopfsache

Stress beginnt im Kopf – der Weg aus der Stressfalle ebenfalls. Auch wenn Du es anders empfindest: In den allermeisten Fällen liegt die Ursache von Stress gar nicht im Außen, sondern im Innen. Daher ist Deine innere Einstellung ein ganz zentraler Punkt für Dein Stressmanagement.

Gedankliche Stressmuster kannst Du durchbrechen. Stressmomente anders zu bewerten, negative Einstellungen und zugrundeliegende Glaubenssätze zu erkennen und als Stressauslöser zu begreifen, nimmt so manchem Stressmoment von vorneherein den Wind aus den Segeln. Außerdem hilft es zu akzeptieren, dass Du manches nicht beeinflussen kannst.

Zeit besser managen

Oft hilft ein besseres Zeitmanagement dabei, Stressfaktoren zu vermeiden und den Pflegealltag ruhiger und gelassener zu bewältigen. Überlege Dir: Was muss ich unbedingt selbst erledigen und was ist besonders dringend? Was ist schnell erledigt oder eigentlich gar nicht so wichtig? Was kann ich guten Gewissens delegieren? Fokussiere Dich, setze Prioritäten und erledige immer nur eine Sache auf einmal.

Mehr Gelassenheit

Einige solide Ansätze für mehr Gelassenheit im Alltag sind:

  • Atemübungen
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Meditation und Achtsamkeit
  • Tai Chi und Qi Gong
  • Yoga

Akut im Stress

Auch gegen akuten Stress gibt es einige etablierte Methoden, die Dir in der Situation helfen können. Die 10-10-10-Notfallregel zum Beispiel kann Dir vielleicht eine gute Stütze sein, wenn Dir gerade alles zu viel wird. Nimm Dich für einen Moment aus der Situation heraus, atme einmal tief ein und möglichst lange aus. Und dann stelle Dir die folgenden drei Fragen:

Was werde ich in 10 Tagen über die Sache denken?

Wie werde ich die Angelegenheit in 10 Wochen beurteilen?

Was werde ich in 10 Monaten darüber erzählen?

Die Antworten werden Dir in vielen Fällen zeigen, dass die Lage vermutlich weniger dramatisch ist, als Du vor lauter Stress gedacht hast.

Entspannungstechniken

Zahlreiche Techniken haben das Potenzial, gezielt in die Entspannung zu führen und damit effektiv beim Stressabbau zu helfen. Sie helfen nicht nur im Moment der Entspannung, sondern wirken auch in den Alltag hinein. Welche für Dich geeignet sind, ist ebenso individuell wie das Stressempfinden. Daher musst Du selbst herausfinden, was Dir hilft.

Wie das klappen soll? Lies dazu gerne unseren ausführlicheren Artikel „Stress: Gezielt abbauen“.

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