Übersicht: Stürze

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Als pflegender Angehöriger kannst Du viel dazu beitragen, Stürzen vorzubeugen. Außerdem solltest Du wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Unsere Übersicht hilft Dir, mehr Sicherheit zu gewinnen, sowohl im Alltag, als auch nach einem Sturz.

Häufigste Unfälle im Pflegealltag

Laut einer Umfrage sind rund 24 Prozent der Personen ab 65 mindestens einmal in den vergangenen 12 Monaten gestürzt. Damit zählen Stürze zu den häufigsten Unfällen im Pflegealltag. Es gibt aber verschiedene Ansätze, um das Risiko für einen Sturz zu verringern. Sollte es dennoch einmal dazu kommen, solltest Du außerdem einschätzen können, welche Verletzungen Du selbst versorgen kannst und wann Du besser den Notruf wählst.

Warum kommt es zu einem Sturz?

Ein Sturz entsteht selten durch eine einzelne Ursache. Meistens kommen mehrere Faktoren zusammen. Häufig sind gesundheitliche Gründe mit beteiligt, darunter:

  • Schwindel, zum Beispiel durch niedrigen Blutdruck oder Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Eingeschränkte Mobilität, unter anderem durch Gelenkbeschwerden oder Muskelabbau
  • Sehprobleme wie ein eingeschränktes Gesichtsfeld oder unscharfes Sehen
  • Psychische und geistige Ursachen, etwa Desorientierung durch Demenz

Stürzen vorbeugen

Um einen Sturz im Alltag möglichst zu vermeiden, könnt Ihr Sicherheit im Alltag aufbauen. Sturzprophylaxe bedeutet, dass Ihr die Lebenssituation Deines Angehörigen so anpasst, dass das Risiko für Stürze verringert wird. Freie Wege, gute Beleuchtung, Haltemöglichkeiten und rutschfeste Flächen machen das Wohnumfeld sicherer. Draußen unterstützen Hilfsmittel wie ein Gehstock oder ein Rollator. Ergänzend kann ein professionelles Sturztraining dazu beitragen, Sicherheit im Gehen und Stehen zurückzugewinnen. Beispielsweise trainieren regelmäßige körperliche Übungen die Muskelkraft und das Gleichgewicht.

Wenn doch ein Sturz passiert

Trotz aller Vorsorge kann es sein, dass Dein pflegebedürftiges Familienmitglied stürzt. Das Wichtigste ist dann, die Ruhe zu bewahren und die Situation sorgfältig einzuschätzen. Verzichte darauf, die gestürzte Person unbedingt hastig wieder auf die Beine bringen zu wollen. Erstmal solltet Ihr in Ruhe prüfen, ob und wo Schmerzen vorhanden sind. Kleine Wunden kannst Du dann selbst versorgen. Bei Verdacht auf einen Bruch oder andere schwerere Verletzungen ist es sinnvoll, den Rettungswagen anzufordern.

Du willst Dich genauer informieren und wünschst Dir konkrete Anregungen? Dann lies weiter in unseren Artikeln „Erste Hilfe bei Stürzen“ und „Sturzprophylaxe“.


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